Becks letzter Sommer von Benedict Wells | Buchbesprechung

01 April 2018

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Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Ein tragikomischer Roman über verpasste Chancen und alte Träume, über die Liebe, Bob Dylan und einen Road Trip nach Istanbul. Ein magischer Sommer, in dem noch einmal alles möglich scheint.
Becks letzter Sommer wurde mir von einer Freundin empfohlen. Als sie mir davon vorgeschwärmt hat, wusste ich, dass ich es mir auf jeden Fall auch noch zulegen möchte. Das habe ich dann allerdings vergessen, Anfang März ist es mir aber wieder in den Sinn gekommen und ich habe es gekauft. Es ist eine leichte Lektüre, die einem gerne begleitet. Perfekt für Strandferien, ich lese solche Abenteuergeschichten am liebsten in der Sonne, an den Strand habe ich es leider nicht geschafft, aber auch einige schöne Frühlingstage draussen im Park haben mir gereicht, um mich mit Benedict Wells Roman zu vergnügen. Die Beschreibung des Buches, das was auf dem Klappentext (und hier oben kursiv) abgedruckt ist, passt genau. Es wird eine Geschichte eines Lehrers erzählt, der seinen Job nicht mag, die Musik als Leidenschaft hat und auf einmal die grosse Liebe findet und sich auf ein grösseres Abenteuer einlässt, als erwartet. Wenn ihr solche Bücher also mögt, dann wird euch wahrscheinlich auch dieses hier gefallen. 

Das Problem bei mir ist, dass immer wenn ich ein Buch empfohlen bekomme, meine Erwartungen gleich ungefähr zehn Mal höher sind als sie es sonst wären. Ich habe mich unglaublich auf die Lektüre gefreut - ich wurde nicht enttäuscht, aber auch nicht richtig befriedigt. Ich fand das Buch gut, ich habe es gerne gelesen und mir auch einige Ratschläge und Anmerkungen zu Herzen genommen. Das ist etwas, das ich an Büchern so schätze, sie bilden und lehren einem. Und das tolle daran: Sie sprechen dich nicht selber an, meistens geht es um die Protagonist*innen, die in einer schwierigen Situation stecken und nicht mehr wissen, was ihnen geschieht. Wir Leser*innen können selber entscheiden, ob wir uns diese Ratschläge zu Herzen nehmen, oder nicht. 
Auf den 450 Seiten wird immer wieder Bob Dylan erwähnt, Beck mag ihn nicht und scheint einfach nicht mehr von ihm wegzukommen. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, die A- und die B- Seite. Und jeder Teil ist noch einmal in Kapitel aufgeteilt, jedes Kapitel trägt den Titel eines Songs des Us- amerikanischen Musiker. Ich mag Bob Dylan, letztes Jahr habe ich zum Geburtstag eine Platte von ihm bekommen und höre sie mir seit da regelmässig immer wieder an, viele Leute finden ja, er kann nicht singen, aber ich höre so viel Gefühl und Emotionen in seinen Liedern, ich bekomme fast jedes Mal Gänsehaut. Auf jeden Fall fand ich das eine süsse Idee, so kann man zu jedem Kapitel einen neuen Song hören. 

Ich kann nicht genau sagen, was mein Fazit zum Buch ist. Es war nicht grossartig, aber es war auch nicht schlecht. Ich habe es gerne gelesen, aber ich glaube es wird eines von vielen bleiben, das gewisse Etwas hat mir dann eben doch gefehlt. Ist es vielleicht, weil ich einfach immer noch lieber Bücher lese, die eine weibliche Protagonistin haben? Eine gewagte Theorie, aber ich glaube, in achtzig Prozent der Fälle trifft sie zu...

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