März | Monatsrückblick

31 März 2018

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Ankündigung: Von jetzt an findet ihr uns unter www.vivreavecdeslivres.blogspot.ch


Mara: Ich möchte nicht jeden Monatsrückblick gleich beginnen, aber ich kann es tatsächlich nicht fassen, dass der März schon um sein soll. Tatsächlich habe ich diesen Monat unfassbar viele bereichernde Dinge erlebt und entdeckt und möchte euch jetzt davon erzählen.

Der Internationale Frauenkampftag war am achten März. Es ist kein Feiertag, sondern, wie im Namen, ein Kampftag. Es gibt immer noch Ungerechtigkeiten in dieser Welt und gerade in meiner aktuellen Auseinandersetzung mit türkischer feministischer Literatur merke ich, wie es leider sogar Rückschritte gibt auf dieser Welt, und wie weit wir von tatsächlicher Gleichberechtigung noch entfernt sind. Mehr zum Thema könnt ihr in diesem wundervollen Artikel der lieben Julia Korbik lesen, die ihr sicher kennt, wenn ihr hier immer wieder reinlest: sie inspiriert uns sehr! Hier reinklicken!

Call Me By Your Name und Suzanne | Filmbesprechung

25 März 2018

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Es ist Ewigkeiten her, seid ich das letzte Mal im Kino war, und jedes Mal, wenn ich wieder gehe, frage ich mich, weshalb ich das nicht öfter tue. Das tolle an Arthouse Kinos ist, dass man den Film immer in seiner Originalsprache gezeigt bekommt und in den Untertiteln die Übersetzung mitlesen kann. So ist es auch in Genf kein Problem für mich ins Kino zu gehen, besonders nicht bei Call Me By Your Name. Der Protagonist Elio ist mehrsprachig aufgewachsen und im Film sprachen die Figuren Englisch, Italienisch und Französisch zusammen, das hat mir super gut gefallen, diesen Mix, dieses Anpassen - hat alles wunderbar zur Atmosphäre gepasst. Der Film spielt in Crema, in Italien in den 1980er Jahren und erschien letztes Jahr als Spielfilm. Der Regisseur Luca Guadagnino hat echt eine tolle Leistung erbracht, er hat mir sehr gut gefallen. Der Film basiert auf einem gleichnamigen Buch, ich habe es auf meine Wunschliste gesetzt, als Sommerlektüre. Ich bin mit zwei Freundinnen an einem regnerischen Abend im Kinosaal des Ciné 17 gesessen und habe zwei Stunden Filmkunst genossen. Die beiden haben den Film bereits zum zweiten Mal geschaut, weil er ihnen so gut gefallen hat.

Neue Bücher von Anaïs

18 März 2018

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Wir lieben es doch alle - Buchhandlungen! In einer neuen Stadt gibt es auf jeden Fall einige zu erkunden und da sie alle so wunderschön sind, ist die Verlockung auch ein Paar neue Bücher zu kaufen, ziemlich gross. Genf hat wirklich wunderschöne Büchergeschäfte, ich könnte Stunden in diesen Läden verbringen... Im folgenden Post stelle ich Euch gerne diejenigen Bücher vor, die ich mir neu gekauft habe!

Becks letzter Sommer von Benedict Wells
Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Ein tragikomischer Roman über verpasste Chancen und alte Träume, über die Liebe, Bob Dylan und einen Road Trip nach Istanbul. Ein magischer Sommer, in dem noch einmal alles möglich scheint.

In einer Winternacht - wie ironisch - wurde mir von diesem Buch vorgeschwärmt, es war eine Begegnung an einem Fest im Wald und ich habe den ganzen Abend praktisch nur mit diesem inspirierenden Mädchen geredet, die mir erklärt hat, wie dieses Buch ihr Leben etwas verändert hat. Dieses Gespräch war unglaublich schön, selten konnte ich mit jemandem Unbekannten so gut reden. Ich wollte mir das Buch so schnell wie möglich zulegen, aber leider ging dieses Vorhaben etwas unter. Als ich aber letzte Woche einen Brief an dieses Mädchen geschrieben habe, ist es mir wieder in den Sinn gekommen und bei nächster Gelegenheit habe ich es mir gekauft, ich bin unglaublich gespannt. 

Wir waren doch mal Feministinnen von Andi Zeisler | fem. Buchbesprechung

14 März 2018

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Feminismus ist hip. Beyoncé und Emma Watson bekennen sich zum »F-Wort«, Taylor Swift sowieso. Ob die TV-Serie Game of Thrones frauenfeindlich ist oder nicht, darüber redet sich mittlerweile nicht mehr nur die Community im Netz, sondern auch das Feuilleton die Köpfe heiss.  Und eine ganze Marketingindustrie schreibt sich »Empowerment« auf die Fahnen, um damit so gut wie jedes Produkt, von Unterwäsche bis Frühstücksflocken, an die Frau zu bringen. Was als politische Bewegung für soziale Gerechtigkeit begonnen hat, scheint heute kaum noch mehr als ein Shoppingtipp in einem grossen, bunten Markt zu sein, der uns Lösungen für Probleme und Problemzonen verkauft, die erst das System zu solchen macht. Der Feminismus als Marke setzt individuelle Selbstverwirklichung über kollektive Solidarität. 

Die Geschichte des verlorenen Kindes von Elena Ferrante | Buchbesprechung

11 März 2018

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Elena ist schließlich doch nach Neapel zurückgekehrt, aus Liebe. Die beste Entscheidung ihres ganzen Lebens, glaubt sie, doch als sich ihr nach und nach die ganze Wahrheit über den geliebten Mann offenbart, fällt sie ins Bodenlose. Lila, die ihren Schicksalsort nie verlassen hat, ist eine erfolgreiche Unternehmerin geworden, aber dieser Erfolg kommt sie teuer zu stehen. Denn sie gerät zusehends in die grausame, chauvinistische Welt des verbrecherischen Neapels, eine Welt, die sie Zeit ihres Lebens verabscheut und bekämpft hat.

Bei allen Verwerfungen und Rivalitäten, die ihre lange gemeinsamen Geschichte prägen – Lila und Elena halten einander die Treue, und fast scheint das Glück eine späte Möglichkeit. Aber beide haben sie übersehen, dass ihre hartnäckigsten Verehrer im Lauf der Jahre zu erbitterten Feinden geworden sind.

Stadt der Lügen von Ramita Navai | Buchbesprechung

04 März 2018

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Um in Teheran zu überleben, muss man lügen. Denn im »Gottesstaat« Iran spielt sich das Leben im Verborgenen ab. Schulmädchen tragen unter dem Tschador Jeans und Turnschuhe, untreue Ehemänner pilgern nicht nach Mekka, sondern nach Thailand, brave Hausfrauen drehen Pornofilme, Mul- lahs sagen per Handy die Zukunft voraus, und beim Schönheitschirurgen werden nicht nur Nasen gerichtet, sondern auch Jungfernhäutchen wiederhergestellt. Ramita Navai erzählt von den abenteuerlichen Doppelleben der Menschen und entwirft ein faszinierendes Porträt einer Stadt, die ihren Schleier nur ungern lüftet.




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